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Riedführung aktuell


Winterzeit - stille Zeit

Reiherenten im Winter

 

Bild: Reiherenten im Winter (A. Hafen)

 

Es ist tiefster Winter und bitterkalt. Die Temperaturen sind häufig unter dem Gefrierpunkt. Teile des Flachwasserzonen sind vereist, obwohl der Bodensee als Wärmespeicher selten ganz zufriert.

Für die hier überwinternden Wasservögel wie Singschwäne, Tafel-, Reiher- und Kolbenenten beginnt die harte Zeit der Nahrungsknappheit. An den eisfreien Wasserlöchern drängen sich die Vögel zusammen. Besonders hart ist der Winter für die Höcker- und Singschwäne, die bei der Nahrungsaufnahme mit ihren langen Hälsen nach Wasserpflanzen gründeln. Sie können nicht wie Reiher- und Tafelenten nach Nahrung in den Muschelbänken tauchen und sind daher auf eisfreie Flachwassergebiete angewiesen, da sie sonst Hunger leiden.  Auch die Brachvögel leiden extrem unter dem Frost.  Sie suchen normalerweise im seichten Wasser und auf den Schlickflächen mit ihren langen gebogenen Schnäbeln nach Würmern. Sind die Flachwasserzonen gefroren, müssen auch sie hungern.

Seit 2005 gibt es einen neuen Riedbewohner, den Biber. Vermutlich ist er aus der nahen Schweiz über den Seerhein eingewandert, wo der Biber in den 80er Jahren wieder angesiedelt wurde. Deutlich kann man im Winter Fraßspuren des Bibers an den Weiden entlang des
öffentlichen Infopfaden "Gottlieber Weg" erkennen! Weitere Infos zu unseren Infopfaden gibt es hier.

 

Die Riedführungen beginnen am Vogelhäusle (Anfahrt zum Vogelhäusle).

Aktuelle Vogelbeobachtungen aus dem Wollmatinger Ried
pfr_n Artenliste der Vögel des Wollmatinger Rieds
Veranstaltungsprogramm 2017
   

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Vogel der Weisheit und Aufklärung

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Waldkauz
© NABU/Marcus Bosch

 

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks geworben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren.

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

 

Weitere Informationen zum Vogel des Jahres 2017.

 

 

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Karte von BW

 

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