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NSZ Wollmatinger Ried > Aktuell
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Führung im Lorettowald
Führung mit dem Förster am 18. Mai 2012 um 14 Uhr
Bild: Junges Eichhörnchen (NABU Sunderhaus)
Am Freitag 18. Mai 2012 um 14:00 Uhr bietet der NABU Konstanz eine Waldführung mit Förster Michael Flöß an. Sie richtet sich besonders an Familien mit Kindern. Es werden verschiedene Baumarten und der Lebensraum Wald und seine Nutzung erklärt. Als besonderes Bonbon speziell für Kinder geht es vorbei an einem Dachsbau.
Treffpunkt: an der Maria Hilf Kirche; Hermann von Vicaristraße in Konstanz; kostenfrei; Info: 07531-78870 oder www.NABU-Wollmatingerried.de
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Riedführung aktuell
Frühling im Wollmatinger Ried
Die Strandrasen mit ihren vom Aussterben bedrohten Arten (Bodenseevergissmeinnicht, Uferhahnenfuß und Strandling) gehören zu den größten botanischen Kostbarkeiten am See. Ende März bis April ist die Blüte des Bodenseevergissmeinnichts z.B. auf dem Camping Platz in Hegne zu bewundern. Ein anderes, nicht minder interessantes Biotop ist das Schilfröhricht. Dieses nimmt weite Flächen des Seeufers ein und besitzt eine herausragende Bedeutung in vielfacher Hinsicht, z.B. als Schlafplatz für Schwalben und Stare sowie als Jagdrevier für die Rohrweihe und als Futterplatz zahlreicher anderer Tierarten. Limikolen wie Kampfläufer, Uferschnepfen und sogar Säbelschnäbler sind spezielle Frühjahrs-Gäste in der Flachwasserzone des Wollmatinger Rieds. Auch für die musikalische Untermalung ist gesorgt, denn neben den zahlreichen Wintergästen in den Flachwasserbereichen des Naturschutzgebietes lassen sich nun auch Singvögel im Ried beobachten und belauschen.
Die Riedführungen beginnen am Vogelhäusle (Anfahrt zum Vogelhäusle).
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Ausstellung „Auenwälder am Bodensee“
Ausstellung von April bis Dezember 2012
Vom April bis Dezember 2012 ist im NABU Naturschutzzentrum Wollmatinger Ried die Ausstellung „Auenwälder am Bodensee“ zu sehen. Sie wurde konzipiert in Zusammenarbeit mit der Bodensee-Stiftung.

Bild Erlenbruchwald: NABU Dr. Björn Rickert
Die Auenwälder sind ein faszinierender und wertvoller Lebensraum. Dennoch spielt er im Bewusstsein der Bevölkerung eine eher kleine Rolle. Anwohnern und Besuchern am Bodensee die Besonderheiten der Auenwälder, ihre Tier- und Pflanzenarten näher zu bringen, ist das Ziel der Wanderausstellung. Der NABU hat viele Informationen zu den verschiedenen Bewohnern des Auenwaldes wie etwa dem Biber, dem Pirol, dem Zitronenfalter und der Weide zusammengestellt. Zusätzlich gibt es ein umfangreiches Begleitmaterial und Spiele für Kinder. So hat die ganze Familie Spaß an einem Ausflug ins NABU Naturschutzzentrum.
Noch im 19. Jahrhundert besaß der Bodensee weitgehend natürliche Ufer. Heute dagegen sind rund 50 % der Seeufer hart verbaut oder erheblich verändert. Von diesen anthropogenen Eingriffen besonders betroffen sind vielfach die Mündungsbereiche der zahlreichen Flüsse und Bäche sowie die sie begleitenden Auenwälder. Aufgrund des Klimawandels und der dadurch entstehenden extremen Niedrigwasserstände, verändert sich der Wasserhaushalt der noch vorhandenen Auenwälder zum Negativen. Andererseits sind in den Niedrigwasserjahren neue potentielle Auenwaldflächen am Bodenseeufer entstanden, deren Entwicklung teilweise andere Interessen in Naturschutz und Landnutzung entgegenstehen. Eine umfassende und länderübergreifende Schutzstrategie fehlt bisher für die Bodensee-Region.
Ausstellung „Auenwälder am Bodensee“: April bis Dezember 2012; Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr im NABU Zentrum Wollmatinger Ried (im ehemaligen Reichenauer Bahnhof, Seehashaltepunkt); Kindlebildstr. 87; 78479 Reichenau; Info: 07531-78870
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Geselliger Rabenvogel mit Köpfchen
Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012
Die Dohle lebt in Dörfern und Städten ganz nah in unserer Nachbarschaft. Besonders gern nistet sie in Schornsteinen und Kirchtürmen. Weil jedoch immer mehr Brutnischen verschlossen werden, gerät die intelligente Vogelart in Wohnungsnot. Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), möchten die Dohle schützen und haben sie daher zum Vogel des Jahres 2012 gewählt.
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Bosch sorgt für Sicherheit und Ruhe bei der Vogelbrut
Konstanzer Mitarbeiter und ihre Familien helfen beim Bau eines Sichtschutzzaunes im Wollmatinger Ried
München/Konstanz, 15. Oktober 2011. Eine außergewöhnliche Aktion in Sachen Naturschutz hat sich die Firma Bosch Sicherheitssysteme GmbH an diesem Samstag ausgedacht. Zum 125-jährigen Firmenjubiläum bauen Konstanzer Mitarbeiter von Bosch und ihre Familien gemeinsam mit der NABU-Gruppe Konstanz e.V. einen Sichtschutzzaun von circa 250 Metern Länge für einen Brutvogelteich im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried.
Bei schönstem Herbstwetter arbeitet es sich leicht im Naturschutzgebiet. 45 fleißige Helfer von 6-60 Jahren packen tatkräftig mit an. Zehn Tonnen Holz und weiteres Baumaterial für den Sichtschutzzaun müssen per Hand ins Kerngebiet des Wollmatinger Rieds verfrachtet werden, da die Bodenverhältnisse für eine Anlieferung per Traktor nicht geeignet sind.
„Es macht richtig Spaß zusammen mit Papa zu arbeiten!“, meint Markus der jüngste der Helfer der Bosch Truppe. Vater Klaus kann dies nur bestätigen: „ Ich wusste gar nicht, wie schön das Ried im Herbst sein kann und wie viele verschiedene seltene Tier- und Pflanzenarten hier vorkommen.“ Der Brutvogelteich ist ein künstlich aufgestauter Teich, der es Wasservögeln, wie Kolbenenten, Zwergtauchern oder Schnatterenten, ermöglicht ungestört zu brüten. Ein Beobachtungshide ermöglicht Teilnehmern der Riedführungen einen Blick auf die Vögel beim Brutgeschäft ohne diese zu stören. Ein hautnahes Naturerlebnis, das besonders für Kinder immer sehr spannend ist.
„Der Sichtschutzzaun, der den Teich umgibt, ist in die Jahre gekommen“, erläutert Eberhard Klein vom NABU. „Wir sind froh über die großzügige Hilfe und tatkräftige Unterstützung von Bosch, denn ein kompletter Austausch der Zaunelemente ist ein arbeitsaufwändiges und teures Unterfangen, das wir als gemeinnütziger Verein nur schwer alleine stemmen könnten.“ Auch Carsten Meißner, der Projektleiter ist zufrieden: „ Von unserem Firmengelände aus genießen wir tagtäglich den einmaligen Ausblick auf das Naturreservat. Deshalb tragen wir gerne dazu bei, dass das Ried weiterhin als Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten werden kann. Ganz im Sinne des Firmengründers und seiner Grundwerte „Glaubwürdigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit“, nehmen auch wir Mitarbeiter von Bosch Sicherheitssysteme unsere gesellschaftliche und ökologische Verantwortung wahr.“
Die Wasservögel im Wollmatinger Ried, die nun weiter ungestört im Teich leben können, werden den Einsatz für ihren Lebensraum zu schätzen wissen und hoffentlich im nächsten Jahr besonders viele Junge großziehen.
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NABU gewinnt Kormoranklage
Tötungsaktion der Kormoranbrut im April 2008 war rechtswidrig und darf sich nicht wiederholen
Eine Wiederholung der "Aktion Kalt-Ei" wäre illegal. Das hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim in seinem Urteil vom 16.3.2011 im Kormoranrechtsstreit zwischen NABU und Regierungspräsidium Freiburg klar gemacht und damit der Klage des NABU stattgegeben. Bei der Aktion Kalt-Ei waren im April 2008 Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Freiburg in das Natur- und Vogelschutzgebiet Radolfzeller Aachried am Bodensee eingedrungen und hatten mit Scheinwerfern die Kormoraneltern aufgeschreckt, so dass die Gelege auskühlen und absterben sollten. Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Urteil festgestellt, dass diese Maßnahme rechtswidrig war, da die Voraussetzungen für die Erteilung einer Befreiung von den Verbotsvorschriften der Naturschutzverordnung nicht vorgelegen haben. Eine Befreiung wegen überwiegend öffentlicher Belange sei nicht in Betracht gekommen und auch eine Befreiung im Hinblick auf die von der Fischereiwirtschaft beklagten Schäden sei nicht gerechtfertigt gewesen. Es habe nicht nachgewiesen werden können, dass die Kormoranpopulation am Untersee für die Ertragsrückgänge der Fischer verantwortlich sei. Nach Auffassung des Gerichtes hätte eine Befreiung von den Verbotsvorschriften des Naturschutzgebietes auch deshalb nicht erteilt werden dürfen, weil das Radolfzeller Aachried in einem der Europäischen Kommission gemeldeten Vogelschutzgebiet liegt und die Maßnahme nicht ausreichend auf Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des Gebietes geprüft wurde.
Mit diesem Urteil unterstützt der VGH den NABU in seinem Bemühen, dass wenigstens in Schutzgebieten dem Naturschutz klarer Vorrang vor allen Nutzerinteressen eingeräumt werden muss. Angesichts des Urteils ist nun auch die Kormoranverordnung von 2010 zu hinterfragen, die die Landesregierung angeblich zum Schutz von bedrohten Fischarten deutlich verschärft hat. Nach Ansicht des NABU basiert die Kormoranverordnung auf den gleichen falschen Annahmen wie die Aktion Kalt-Ei. Wichtiger wäre es zum Schutz der Äschen sich für Klimaschutz und naturnahe Bäche und Flüsse einzusetzen, anstatt den Kormoran flächendeckend sogar in Vogelschutzgebieten zum Abschuss freizugeben. Mehr zum Kormoranurteil beim NABU BW
Pressestimmen:
PM des NABU BW
PM des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim zum Kormoranurteil
Südkurier 17.3.2011 zum Kormoranurteil
Südkurier 17.3.2011 zur Urteilsbegründung
Südkurier 9.4.2008 zur Aktion Kalt-Ei
PM dpa
Filmbeitrag Landesschau BW des SWR vom 16.3.2011
Hintergrundinformationen zum Thema Kormoran am Untersee in einer umfangreichen Poster Ausstellung:
Poster 1: Oligotrophierung des Untersees
Poster 2: Bestandsentwicklung des Kormorans am Bodensee
Poster 3: Fischerei am Bodensee
Poster 4: Vergrämung des Kormorans
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„Menschen für die Natur sensibilisieren“
NABU informiert CDU-Politiker über Stand des Zentrum-Neubaus
09. September 2010 - Reichenau – „Der Neubau des NABU-Naturschutzzentrums am Bodensee wird ein ökologisches Vorzeigeprojekt“, sagte NABU-Landesvorsitzender Dr. Andre Baumann am heutigen Donnerstag den CDU-Politikern Umweltministerin Tanja Gönner, Andreas Hoffmann (MdL) und Andreas Jung (MdB) während eines Besuchs auf der schwimmenden Schutzstation Netta im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried. Dort hatte Baumann die Politiker über den aktuellen Stand der Planungen informiert und mit ihnen über aktuelle Naturschutzthemen gesprochen.
„Noch ist das Bebauungsplanverfahren der Gemeinde Reichenau für das Gebiet Göldern Ost nicht abgeschlossen. Wir hoffen aber, dass wir im vierten Quartal 2010 mit voller Kraft in die konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das neue Gebäude einsteigen können“, sagte Baumann weiter. Der Landesvorsitzende ist froh, dass sich die CDU-Fraktion und das Land für den Neubau engagieren. Allerdings reichen die finanziellen Mittel noch nicht aus. Der NABU kümmert sich deswegen aktuell darum, zusätzliche Mittel zu akquirieren.
Das Wollmatinger Ried gehört zu einem der wichtigsten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg. Soweit wie möglich werden nachwachsende Rohstoffe verwendet. Die Baumaterialien für das Haus sollen aus der Region stammen, und der Neubau soll den Standard eines Plusenergiegebäudes erfüllen. Dies bedeutet, dass der Energiegewinn des Hauses größer als sein Verbrauch sein wird. Durch den Neubau können die Schutzgebiete für das Land künftig noch besser betreut und die Pflege der Naturschutzflächen optimiert werden. Außerdem gilt es, die Menschen, die am Bodensee leben oder dort ihre Ferien verbringen, für die Natur zu sensibilisieren. „Die Menschen sollen die Natur nicht nur als Kulisse wahrnehmen, sondern auch erkennen, was sich dahinter verbirgt“, sagte Baumann.
Die CDU-Politiker zeigten sich von den Plänen begeistert. Für Andreas Hoffmann bietet das geplante Naturschutzzentrum zahlreiche Möglichkeiten für Jung und Alt und ist auch ein neuer wichtiger Mosaikstein für den Tourismus in der Region. „Im Zuge des Ausbaus der B 33 wird der Radweg verlegt, der dann direkt am Zentrum vorbeiführt. So werden zahlreiche Besucher an dem Zentrum vorbeikommen und hier einen Stopp einlegen, zumal es laut NABU ein gastronomisches Angebot geben wird. Das NABU-Naturschutzzentrum wird richtungsweisend für andere Projekte dieser Art und setzt neue Maßstäbe, auch bei den Angeboten für Schulklassen.“
Umweltministerin Tanja Gönner fügte hinzu: „Ich freue mich, dass Land und EU durch die vorgesehene Förderung von einer
Million Euro eine wesentliche Voraussetzung dafür schaffen konnten, um sowohl ein zukunftsweisendes Informationszentrum für
Besucher des Wollmatinger Rieds als auch eine Anlaufstelle für Umweltfragen in der Region einzurichten. Immerhin gehört das
Wollmatinger Ried mit dem Europa-Diplom als Auszeichnung zu einem der wichtigsten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg." Dem stimmte auch Andreas Jung zu. „Die Natur am Bodensee ist ein Juwel. Hier wird man sie verstehen und hautnah erleben können. Wir freuen uns über diese Initiative."
Neben dem Neubau des Naturschutzzentrums erklärte Baumann den Politikern außerdem die Funktion der NABU-Naturschutzstation Netta. Ehrenamtliche wachen auf dem Boot über das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried, erforschen die reiche Vogelwelt des Bodensees und informieren Wassersportler darüber, wie sie Störungen und Schäden an Pflanzen und Tieren vermeiden können. |
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Wollmatinger Ried mit dem Europadiplom ausgezeichnet
PRESSEMITTEILUNG MINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND VERKEHR Nr. 62/2010 9. April 2010
Umweltministerin Tanja Gönner: "Mit dem Europadiplom wird die hervorragende Naturschutzarbeit im Land auch auf europäischer Ebene gewürdigt"
"Der Europarat hat das Naturschutzgebiet 'Wollmatinger Ried Untersee-Gnadensee‘ (Landkreis Konstanz) für weitere zehn Jahre mit dem Europadiplom ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wird die erfolgreiche Arbeit der baden-württembergischen Naturschutzbehörden und des Naturschutzzentrums auch auf europäischer Ebene gewürdigt. Außerdem wird die europäische Bedeutung des Wollmatinger Rieds unterstrichen", sagte Umweltministerin Tanja Gönner heute (9. April 2010) in Stuttgart. Das Wollmatinger Ried sei vor allem als international bedeutsames Rastgebiet für Wasservögel bekannt. Häufig hielten sich dort bis zu 40.000 Wasservögel
auf. Das Naturschutzgebiet beherberge zudem zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzenarten, zum Beispiel heimische Orchideenarten
und Sumpfpflanzen wie das Gottesgnadenkraut sowie Strandrasengesellschaften, die es nur am Bodensee gebe.
Das Europadiplom sei 1965 für Gebiete mit herausragender Bedeutung zum "Schutz des europäischen Erbes von Flora und Fauna, seiner Umwelt und seiner Ökosysteme" vom Europarat ins Leben gerufen worden. Erstmals sei das Diplom dem Wollmatinger Ried 1968 verliehen worden. Vor der jetzigen Verlän-gerung des Diploms hätten Experten des Europarates das Naturschutzgebiet erneut begutachtet und verschiedene Empfehlungen formuliert. Als außerordentlich wichtig bezeichneten die Experten es, dass das Naturschutzgebiet sich natürlich entwickeln könne, besonders in den Flachwasserzonen. Natürliche Erosion und Sedimentationsprozesse sollten nicht behindert werden. Weiter werde empfohlen, alle Fischereiaktivitäten in den "Schläuchen" und
den Lagunen der Hegnebucht für eine Versuchszeit von drei Jahren einzustellen. Besondere Bedeutung würden die Experten auch einer
guten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz beimessen. Dies gelte im besonderen Maße für das Ermatinger Becken.
Rasch geklärt werden solle auch der weitere Betrieb des Naturschutzzentrums im ehemaligen Reichenauer Bahnhof. Hierfür hatte der Landtag bereits 2009 Mittel für einen Zuschuss von einer Million Euro bereit gestellt. Das Land habe die Betreuung des Schutzgebiets dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) übertragen. Dieser habe in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden
Grundstücke erworben, Informationseinrichtungen aufgebaut und durch umfangreiche Pflegeeinsätze wertvolle Lebensräume
erhalten.
"Die zahlreichen Maßnahmen, die staatlicher und privater Naturschutz in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, tragen Früchte und haben das Schutzgebiet noch wertvoller gemacht. Die Auszeichnung durch den Europarat ist zugleich Unterstützung und Ansporn für die weitere Naturschutzarbeit im Wollmatinger Ried", sagte die Ministerin.
Der Europarat mit Sitz in Straßburg (Frankreich) hat heute 47 Mitgliedsstaaten und umfasst damit fast alle Staaten Europas. Er wurde am 5. Mai 1949 gegründet, um in ganz Europa gemeinsame und demokratische Prinzipien zu entwickeln. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat, der regelmäßigen Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der
Europäischen Union.
Was ist das Europadiplom?
Das Europadiplom für Schutzgebiete wurde 1965 eingeführt. Der Europarat verleiht dieses Prädikat Naturschutzgebieten, die aufgrund ihrer biologischen oder geologischen Vielfalt oder ihres Landschaftsbildes von außergewöhnlichem europäischem Interesse sind. Das Europadiplom ist befristet und kann nach erneuter Prüfung wiederholt vergeben werden. In Deutschland gibt es acht
Gebiete, denen dieses Prädikat verliehen wurde. Zwei davon liegen in Baden-Württemberg: neben dem Wollmatinger Ried das Wurzacher
Ried.
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Riedführungen
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angemeldete Riedführungen
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öffentliche Führungen ohne Anmeldung Terminplan |
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Naturerlebnis
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Was Sie zu den verschiedenen Jahreszeiten beobachten können |
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